Der Begriff „Gewaltfreie Kommunikation“ ist die Übersetzung der englischen Orginalbezeichnung „Nonviolent Communication“ . Im deutschsprachigen Raum werden auch die Bezeichnungen „wertschätzende Kommunikation“, „einfühlsame Kommunikation“ oder „Giraffensprache“ benutzt.

Rosenberg verwendet die Bezeichnung „Gewaltfreiheit“ im Sinne von Gandhi. Der Terminus „gewaltfrei“ ist „abgeleitet aus dem indischen Sanskrit-Begriff „Ahimsa“, den Mahatma Gandi benutzte. Ahimsa umfasst dabei mehr als nur gewaltfreien Widerstand oder gewaltfreie Handlungen. Ahimsa bezeichnet eine Lebenseinstellung, die grundsätzlich eine Schädigung und Verletzung anderer vermeidet. Dazu gehören auch die Veränderung der eigenen Gedankenwelt mit möglichen Feindbildern und einer Sprache, die andere für die eigenen Gefühle verantwortlich macht und damit die Eskalation von Konflikten fördert.

In der GFK geht man von fünf Grundannahmen aus, die hier kurz erwähnen werden sollen:

  • „Alle Menschen möchten ihre Bedürfnisse erfüllt bekommen.
  • Wir leben in anregenden und wohltuenden Beziehungen, wenn wir diese Bedürfnisse durch Zusammenarbeit statt aggressives Verhalten erfüllen.
  • Jeder Mensch hat bemerkenswerte Ressourcen und Potenziale, die uns erfahrbar werden, wenn wir durch Einfühlung mit ihnen in Kontakt kommen.
  • Jedes Verhalten ist der mehr oder weniger gelungene Versuch, ein Bedürfnis zu erfüllen.
  • Jedes Bedürfnis dient dem Leben, insofern gibt es keine negativen Bedürfnisse“

In der GFK sind Bedürfnisse Werte und Normen, die alle Menschen auf der Welt teilen  und von jedem nachvollziehbar sind.